SHOWTIME: SETTING THE NEW TABLE WITH CULINARY CREATIVES

In der aktuellen Ausgabe von THE FRANKFURTER stellen wir kreative Köpfe vor, die Genuss neu definieren – zwischen Design, Kulinarik und Storytelling. Ergänzend dazu widmen wir uns hier einem Trend, der die moderne Esskultur verändert: Essen, das nicht nur schmeckt, sondern erzählt. Essen, das man teilt, bevor man es probiert. Essen als Erlebnis – und als Bild.

Wenn das Auge nicht nur mitisst, sondern mitinszeniert

Das Sprichwort „Das Auge isst mit“ war lange eine Beobachtung – heute ist es eine gesamte Kultur. Instagram, TikTok, Pinterest & Co. haben die visuelle Erwartung an Essen revolutioniert. Ein Gericht muss heute nicht nur köstlich sein, sondern ästhetisch spannend, fotogen, ikonisch.

Das Ergebnis: Wir leben in einer Ära, in der Kulinarik und Bildsprache untrennbar geworden sind.

Food ist nicht mehr nur Nahrung – es ist Ausdruck von:

  • Persönlichkeit
  • Kreativität
  • Haltung
  • Lifestyle
  • Marke

Und genau diese Entwicklung hat eine neue Generation kulinarischer Creatives hervorgebracht.


Warum „instagrammable Food“ zur neuen Tischkultur gehört

1. VISUELLE STORYS WERDEN TEIL DES GENUSSES

Bevor wir essen, fotografieren wir. Bevor wir fotografieren, fühlen wir. Die Inszenierung schafft Emotion – und Emotion schafft Verbindung.

2. FARBEN, FORMEN, MATERIALIEN WERDEN ZU MARKENSPRACHEN

Ein Signature Cake. Eine monochrome Tarte. Eine surreal angerichtete Vorspeise. Das sind heute Designobjekte – keine Beilagen.

3. MARKEN BRAUCHEN BILDER – FOOD INSZENIERUNG IST MARKENINSZENIERUNG

Luxuslabels wie Miu Miu, Chanel oder Hermès arbeiten längst mit Culinary Artists zusammen, um Events, Kampagnen und Markenräume durch essbare Kunst zu erzählen.

4. SOCIAL MEDIA HAT DEN TELLER ZUM BÜHNE GEMACHT

Food ist heute ein Content-Format. Und je spektakulärer, überraschender oder poetischer ein Gericht aussieht, desto weiter verbreitet es sich.

5. GENUSS WIRD MULTISENSORISCH

Man schmeckt nicht nur. Man schaut, hört, riecht, fühlt – und teilt.

Die kreativen Köpfe der neuen Ess-Ära

PHOTISSERIE – Delightfully Edible

Kathrin Koschitzki übersetzt Geschmack in Bildwelten, die Kunst, Design und Kulinarik vereinen. Ihre Handschrift? Fein, grafisch, poetisch – mit einem Hauch Pariser Eleganz. Für Marken wie Hermès und Vitra schafft sie essbare Geschichten, die man nicht nur sehen, sondern erleben will.

STUDIO SCHMAUS – Local Ingredients, Playful Creations

Regional, humorvoll, ästhetisch – Amelie Büchner und Alan Bayer bringen deutsche Zutaten ganz nach vorn. Sie kreieren kulinarische Szenen, die wirken, als wären sie aus einem Editorial entsprungen: verspielt, präzise, fotografisch stark.

SALON c/o – Curating Culinary Conversations

Verena Holthaus schafft Räume, in denen Kulinarik und Kunst miteinander sprechen. Hier wird nicht serviert – hier wird kuratiert. Ein Dinner ist gleichzeitig Ausstellung, Begegnung und visuelles Konzept.

SOFT SERVES – Served with Intention

Lea Schelling und Caroline Foelster denken Essen als gestalterisches Medium. Ihre Food-Objekte für Marken wie Acne Studios oder Jo Malone sind multisensorische Installationen – und gleichzeitig tief verbunden mit regionalen Zutaten.

SOPHIA STOLZ – Sculpting Cakes into Art

Kuchen als Skulptur? Ja – und wie. Sophia Stolz kreiert für Miu Miu, Fendi und Chanel Torten, die im Grunde Modeobjekte sind. Extravagant, surreal, emotional – und doch voller Geschmack.

Warum der Trend bleibt – und was er über uns sagt

Instagrammable Food ist kein Hype. Es ist Ausdruck einer Kultur, die Schönheit, Kreativität und Genuss zusammen denkt. Es zeigt, dass wir mehr wollen als Nahrungsaufnahme. Wir wollen Erlebnisse. Wir wollen Atmosphäre. Wir wollen, dass Essen Bedeutung hat.

Die neue Kulinarik ist:

  • Kunst
  • Design
  • Statement
  • Erfahrung
  • Erinnerung

Und genau deshalb wird sie bleiben.

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Die vollständigen Portraits der Culinary Creatives findest du in der aktuellen Printausgabe von THE FRANKFURTER: www.the-frankfurter.com.