CHRISTOPH MÄCKLER - WIE DIE "SCHÖNE STADT" GELINGT

Christoph Mäckler verbindet Funktionalität und Ästhetik in der Architektur. Lesen Sie, wie er Städte lebendig, vielfältig und lebenswert gestaltet.

Christoph Mäckler, Architekt und Stadtplaner, steht für lebendige und ästhetische Städte, in denen Arbeit und Wohnen Hand in Hand gehen. Sein Ansatz vereint Funktionalität mit Schönheit und setzt auf Vielfalt, Qualität und Dialog.

The Vision of Christoph Mäckler

Christoph Mäckler, einer der führenden Architekten und Stadtplaner Deutschlands, verbindet in seiner Arbeit Ästhetik und Funktionalität auf meisterhafte Weise. Mit Blick auf seine Heimatstadt Frankfurt und weit darüber hinaus plädiert er für lebenswerte Städte, in denen Menschen unterschiedlicher Gesellschaftsschichten miteinander wohnen, arbeiten und leben können. „Ich bin Architekt und darin Überzeugungstäter, aber kein Ideologe!“, sagt er über sich selbst.

Seine Leidenschaft für Architektur ist nicht nur in seinen Bauten spürbar, sondern auch in seinen zahlreichen Publikationen und seinem Engagement für eine bessere Ausbildung in der Architektur. Sein 2008 gegründetes Institut für Stadtbaukunst sieht er als wichtigen Beitrag, um die Disziplinen Architektur, Stadtplanung und Stadtentwicklung zusammenzuführen.

Was macht eine schöne Stadt aus?

Für Christoph Mäckler ist eine schöne Stadt vor allem eines: lebendig. „Schöne Städte sind Tag und Nacht lebendig. Das heißt, in ihnen wird nicht nur gewohnt, sondern auch gearbeitet.“ Diese Lebendigkeit spiegelt sich in gut gestalteten Straßen- und Platzräumen wider, die zum Verweilen einladen und in denen sich Menschen aus unterschiedlichen sozialen Schichten zu Hause fühlen können.

Mäckler kritisiert die Reduktion des Städtebaus auf rein soziale oder funktionale Aspekte, wie sie in den 1960er- und 1970er-Jahren Einzug hielt: „Man lehrte, wie man Bebauungspläne aufstellt und Bürgerbeteiligungen organisiert, aber nicht, wie eine Straßenfassade entworfen wird.“ Er fordert eine gesamtheitliche Ausbildung, die Planung und Gestaltung zusammenführt.

Die Bedeutung der Rekonstruktion

Die Sehnsucht nach Rekonstruktion historischer Stadtteile sieht Mäckler als Ausdruck eines tiefen Bedürfnisses nach sozialem Zusammenhalt: „Menschen verbinden mit alten Orten gesellschaftlichen Zusammenhalt. Alte Städte haben eine größere Dichte, funktionale Mischung und gut gestaltete öffentliche Räume.“ Projekte wie die DomRömer-Neugestaltung in Frankfurt sieht er als Vorbild, wie man modernes und traditionelles Bauen im 21. Jahrhundert erfolgreich vereinen kann.

Schöne Städte sind Tag und Nacht lebendig. Das heißt, in ihnen wird nicht nur gewohnt, sondern auch gearbeitet. Christoph Mäckler, Architekt und Stadtplaner

Was ist Stadtbaukunst?

Stadtbaukunst, so Mäckler, ist die Zusammenführung der verschiedenen Disziplinen, die sich mit der Gestaltung von Städten beschäftigen. „Die in den letzten Jahren auseinander gedrifteten Disziplinen Architektur, Stadtplanung, Raumplanung und Verkehrsplanung sollen über die Stadtbaukunst wieder zusammengeführt werden.“ Dieses integrative Konzept zielt darauf ab, Städte nicht nur funktional, sondern auch ästhetisch ansprechend und sozial lebendig zu gestalten.

Veränderungen in der Kommunalpolitik

Auf die Frage, was sich in der Kommunalpolitik ändern muss, um Städte wie Frankfurt weiterzuentwickeln, antwortet Mäckler klar: „Ein Oberbürgermeister muss mehr Kompetenzen haben.“ Die Hessische Kommunalverfassung sieht er als hinderlich. Gleichzeitig lobt er Projekte wie die DomRömer-Neugestaltung, bei der die Politik aktiv Einfluss nahm, um ein authentisches Stadtquartier zu schaffen. „Hier entstand ein Stadtteil mit Vorbildfunktion, der modernes und traditionelles Bauen verbindet.“