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THE FRANKFURTER auf Gourmet-Reise
von Laurence Opp
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THE FRANKFURTER auf Gourmet-Reise

Brexit hin oder her. Wenn’s ums Essen geht, kommt man an London einfach nicht vorbei, findet unser Autor von THE FRANKFURTER on Tour. Und so fällt die Wahl von Christian Mook für seinen internationalen Location-Check erneut auf ein Lokal in der englischen Kapitale, das seinen Ansprüchen als Profi, Geniesser, Design-Liebhaber und Bewunderer innovativer Konzepte voll und ganz genügt.

Beitrag: Christian Mook

Fotos: Fraser Communications

Ausgabe: 04/2017

“Das Jamavar versteht sich wahrlich virtuos auf die komplette Klaviatur der sublimen indischen Kochkunst.”

 Erst kürzlich proklamierte der renommierte Restaurantkritiker Richard Vines von Bloomberg L.P., dass London weiterhin die besten indischen Restaurants der Welt beheimatet. Und obwohl die Stadt an der Themse ohnehin schon über unzählige exzellente Inder verfügt, erlebt die Szene momentan einen regelrechten Boom. Überall eröffnen neue und spannende indische Restaurant-Konzepte ihre Pforten. Trotzdem scheint der Markt noch längst nicht gesättigt. Bei praktisch keinem der relevanten Upscale-Inder ist kurzfristig ein Tisch zu ergattern. Aber auch vor den neuen coolen Street-Food-Style-Indern, wie beispielsweise dem fabelhaften Dishoom, bilden sich jeden Abend lange Schlangen.

Christian Mook ist der Herausgeber des The Frankfurter und Chefredakteur des Mook Magazins. Nebenbei betreibt er noch eine sehr erfolgreiche Upscale-Restaurant-Kette in Frankfurt. Zu seinem gastronomischen Portfolio gehören beispielsweise der kolonial geprägte Ivory Club, der pan asiatische Supperclub Zenzakan und die französische Brasserie & Austernbar Mon amie Maxi. Zusätzlich wird er demnächst auch noch die beiden obersten Stockwerke des neuen Henniger Turms gastronomisch bespielen. Christian Mook ist neben all diesen Verpflichtungen auch noch für diverse Food & Travel Magazine journalistisch tätig. Er wurde in seiner Karriere schon zum Gastronom des Jahres, zum Entrepreneur des Jahres und zum kulinarischen Trendsetter des Jahres gewählt. Für The Frankfurter geht der Frankfurter Bub nun auch noch regel mäßig auf kulinarische Entdeckungstour.

Es ist ganz offensichtlich, dass die kolonial geprägten Briten geradezu süchtig sind nach dem komplexen Aromenspiel des indischen Subkontinents. Allerdings bietet auch keine andere Länderküche ein vergleichbar facettenreiches Kaleidoskop an faszinierenden Texturen und Aromen. Nicht umsonst gilt die indische Gewürz- und Vitalküche unter Experten schon lange als die unangefochtene Königin unter den Länderküchen.

Unter den zahlreichen Neueröffnungen sticht vor allem das Jamavar im exklusiven Mayfair ins Auge. Die poshe Mount-Street-Location kommt bei der verwöhnten Klientel fabelhaft an. Jeden Abend platzt die stylishe Location förmlich aus allen Nähten. Das Publikum präsentiert sich dabei in der typischen kunterbunten Mayfair-Melange aus distinguierten Berkeley- Square-Locals, erfolgreichen Business-Expats, attraktiven Sloane-Street-Beauties und einigen sehr wohlhabenden Qatar-Refugees. Die Männer tragen vornehmlich sleeke Bespoke-Suites von Anderson & Sheppard oder Gieves and Hawkes. Die Damen hüllen sich indes in edles Tuch von Diane von Fürstenberg und tragen dazu stolz die neuesten Handtaschen-Kreationen von Anya Hindmarch spazieren.

Verantwortlich für die passende Kulisse sind die in London ansässigen Fable-Studios. Das 2011 von Tom Strother, Steven Saunders und Simon Gallagher gegründete Architekturbüro durfte in seiner kurzen Geschichte schon diverse erstaunliche Hospitality-Venues realisieren. Zu ihren prominentesten Werken gehören dabei sicherlich das Dinner by Heston Blumenthal, das fabelhafte Hind`s Head und das Restaurant Gordon Ramsey in Chelsea. Neben dem pompösen Interieur-Design sind die zahlreichen Gemälde ein absolutes Highlight im Jamavar. Die faszinierenden Kunstwerke stammen ausschließlich aus dem Atelier der renommierten indisch-stämmigen Künstlerin Jayasri Burman und zeigen farbenprächtig illustrierte Szenenbilder aus den legendären fünf Büchern des altindischen Panchatantra, einer umfangreichen Sammlung von lehrreichen Tierfabeln, die vor weit über 1.000 Jahren in Sanskrit niedergeschrieben wurden. Aber auch das Essen kann natürlich voll und ganz überzeugen. Ob krosse Samosas, saftiges Tandoori-Chicken- Tikka, würziges Rogen-Josh-Lamm-Curry oder mildes Butter-Chicken: Das Jamavar versteht sich wahrlich virtuos auf die komplette Klaviatur der sublimen indischen Kochkunst.

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