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Anita Beckers über die Biennale des Bewegten Bildes
von Laurence Opp
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Boeing Stearman über den Dächern von Frankfurt am MainAnita Beckers über die Biennale des Bewegten Bildes

Kuratorin Anita Beckers über ihr Engagement bei der Biennale des Bewegten Bildes.

Vom 29. November bis 3. Dezember 2017 findet in Frankfurt die von der HFG Offenbach veranstaltete Biennale des Bewegten Bildes nun schon zum dritten Mal statt. Die Galeristin und Kurtorin Anita Beckers , die sich seit über 20 Jahren innerhalb und außerhalb der Galerie für das bewegte Bild engagiert, kuratierte auch diesmal zusammen mit Bernd Kracke die anschließende Leitausstellung der B3. Heike Strelow sprach mit ihr über ihr Commitment zum Bewegten Bild.

Text: Heike Strelow

Fotos: Nikita Kulikov

Ausgabe: 04/2017

“On Desire – Über das Begehren” lautet der Titel der Leitausstellung zur dritten Biennale des Bewegten Bildes. Neben deiner Funktion als Kuratorin bist du von Anfang an an der inhaltlichen Konzeption der Ausstellung beteiligt. Was sind dabei deine Antriebskräfte?

2013 wusste ich schon, dass ich meine Galerieräume in der Frankenallee verlassen werde, um näher ins Zentrum der Stadt zu ziehen. Da habe ich auch geahnt, dass ich keine Möglichkeit mehr haben werde, so kontinuierlich und umfangreich Werke der zeitbasierten Medien zu zeigen, wie mir das in den Räumen der früheren Galerie möglich war. So kam die Anfrage der B3 zu einem günstigen Moment. So war und ist mein Antrieb, losgelöst vom Galerieprogramm, Künstlerinnen, deren Werke ich über alles schätze, einladen zu können. Für die jeweiligen Ausstellungsthemen eine tragfähige Auswahl zu treffen, ist daher nicht wirklich aufwendig. Die Hauptaufgabe ist es, diese Künstlerinnen für das neue Projekt B3 zu gewinnen.

2013 haben wir ja beide gemeinsam mit Corinna Bimboese die erste B3 Ausstellung im Atelierfrankfurt unter schwierigen Bedingungen realisiert. Durch die Unterstützung eines Sammlers ist es schon damals gelungen, den umfangreichen Beitrag des irischen Künstlers Richard Mosse von der Biennale in Venedig nach Frankfurt zu holen und dieses im Atelierfrankfurt zu zeigen. Es erscheint immer noch ungewöhnlich, dass eine Galeristin so wesentlich in eine Veranstaltung einer Hochschule eingebunden ist. Was bringst du aus deiner langjährigen Arbeit dort mit ein?

Die erste Frage, die sich mir stellte, war: Kann man als Galeristin so eine Veranstaltung ohne Interessenskonflikte mitorganisieren? Da aber die Anforderungen für das Kuratieren einer Biennale weitaus vielschichtiger sind, als Ausstellungen in der Galerie zu organisieren, waren vor allem meine langjährige Erfahrung und die internationalen Kontakte im Bereich der Kunst der Grundstein für den Beginn dieser Kooperation. Meine persönliche Verbundenheit zur HfG Offenbach besteht nun auch schon seit Jahrzehnten, sodass dann Dinge einfach geschehen, weil man an Fragestellungen der Gegenwart interessiert ist. Die vielen Gattungen und Genres der B3 präsentieren und hinterfragen den neuesten Stand der Technik, der sich in den künstlerischen Arbeiten widerspiegelt.  Es war mir vorher nicht so bewusst, über welche Erfahrungen Galeristen im Laufe ihres aktiven Wirkens verfügen, gerade weil wir vorwiegend als Allrounder agieren. Wir können auf so viele Ressourcen zurückgreifen, die sich ein neues Organisationsteam einer Biennale erst erarbeiten muss.

Mit zahlreichen Premeieren sowie Ehrengästen wie Laurie Anderson oder Brian Eno haben die ersten beiden Biennalen schon begeistert. Was sind denn Höhepunkte der B3?

Diesmal erhält der 1922 geborene litauisch-amerikanische Filmemacher Jonas Mekas den Preis für sein Lebenswerk. Zudem wird der Film „I Had Nowhere to Go“, den Douglas Gordon über Jonas Mekas gedreht hat, während der B3 in Anwesenheit der Künstler gezeigt.  Auch ist ein neuer Preis für ein außergewöhnliches Lebenswerk im Bereich der  Förderung der Bildenden Kunst dazugekommen. Er geht an die Sammlerin und Philanthropin Ingrid Goeltz aus München. Dieses Novum haben wir nochmal dadurch unterstrichen, dass wir weitere internationale Sammler mit ausgewählten Werken präsentieren, um zu zeigen, dass besonders auch das bewegte Bild schon immer im Fokus jener steht, die an die Innovation der zeitgenössischen Kunst geglaubt haben. An der Außenfassade des Frankfurter Schauspiels wird zudem eine circa 100  Meter lange Animation von Federico Solmi gezeigt.  Sie besteht aus 9 Videos, in denen der Künstler historische und aktuelle Akteure der Weltgeschichte in seiner zwischen Comic und Karikatur wechselnden Bildsprache zeigt. Auch dieses Projekt gehört sicher zu den Highlights der B3.

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