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UNDER THE BRIDGE – Kunstverein Familie Montez

Der Kunstverein Familie Montez in den Bögen unter der Honsellbrücke ist längst eine feste Institution im Frankfurter Kulturgeschehen. Doch der Weg dorthin war eine moderne Odyssee: Künstler Mirek Macke, der gemeinsam mit der Filmemacherin Anja Czioska zunächst den Club Lola Montez (2000) und dann den gleichnamigen Kunstverein (2007) im Städelhof in der Breiten Gasse gegründet hatte, wanderte unter dem Motto „Montez in Exil“ zwei Jahre durch das Land, nachdem Baumängel und der Verkauf des Areals an einen Investor ihn zum Aufgeben gezwungen hatten. 2014 zog der Kunstverein dann endlich in die aktuellen Räume, welche die Stadt Frankfurt ihm zur Verfügung stellte. Heike Strelow sprach mit Direktor und Mitbegründer Mirek Macke über seinen Kulturbetrieb unter der Brücke.

Ausgabe: 01/2019

Text: Heike Strelow

Schon der Name des Kunstvereins „Familie Montez“ verrät, dass der „familiäre“ Zusammenhalt innerhalb der Kulturszene ein wichtiger Gedanke für euch ist. Wie erlebst du diesen?

Dadurch, dass ich selbst Mitte der 90er Jahre die Städelschule absolviert habe, konnten wir von Anfang an viel Kunst von ehemaligen Städelschülern zeigen. Letztlich fing es mit einem kleinen familiären Netzwerk mit den Städelabsolventen an und hat sich über die Jahre, auch durch Hilfe der neuen Medien, zu einer internationalen Gemeinschaft entwickelt.

Insbesondere in der letzten Zeit setzt der Kunstverein auf raumgreifende Arbeiten, wie die große Wandcollage von Girmachev Getnet oder ganz aktuell die Venedig-Szenerie von Holger Wüst. Was für ein Konzept steht hinter den Ausstellungen?

Die Ausstellungsfläche selbst inspiriert unsere Künstler aufgrund ihrer Größe und der Lage in dem Brückenbogen zu solch großen Arbeiten. Unser Konzept ist es, dem jeweiligen Künstler eine einmalige, größtmögliche Ausstellungsfläche zu bieten.

So wie schon der Club Lola Montez beschränkt sich auch der Kunstverein Familie Montez längst nicht nur auf die Bildende Kunst. Das „Montez“ bietet Raum für (nicht nur) künstlerische Experimente. Was erwartet den Besucher im Moment?

Neben regelmäßigen Kunstausstellungen bieten wir eine äußerst erfolgreiche Jazzreihe „Jazz Montez“ an, welche von Lorenzo Dolce organisiert wird und im vergangenen Jahr den APPLAUS Preis für die Bespielung unabhängiger Spielstätten erhielt. Seit Februar 2019 haben wir unser musikalisches Spektrum zusätzlich um einen regelmäßigen Klassikabend erweitert: „Klassik Krise Montez“ mit dem Frankfurter Musiker Puschan Mousavi Malvani. Mit beiden Konzertreihen zielen wir gezielt darauf ab, ein jüngeres Publikum zu erreichen. Seit etwa zwei Jahren findet an zwei Tagen der Woche „Yoga Montez“ statt. Das Besondere an unserem Yogaprogramm ist nicht nur die Vielzahl an verschiedensten Yoga-Richtungen und Lehrern, sondern auch, dass es immer inmitten der Ausstellungen stattfindet. Des Weiteren findet die Poetry-Slam Reihe „Montez Slam“ statt. Wir haben durch das ganze Jahr verteilt auch diverse andere Veranstaltungen mit Kulturanspruch wie Vorträge und Podiumsdiskussionen zum aktuellen Zeitgeschehen und Lesungen. Am Wochenende und an Feiertagen laden wir außerdem zu Kaffee & Kuchen ein.

„Wir verstehen uns als Kulturzentrum ‚verschiedenster Farben‘.“

Mirek Macke

Was ist Dein persönliches Highlight in den nächsten Monaten.

Mein persönliches Highlight der nächsten Monate ist die Skulpturen-Ausstellung (26. Februar – 24. März) die wir zur Feier von Wanda Pratschkes 80. Geburtstag zeigen. Insbesondere freue ich mich auf unsere wiederholte Teilnahme an der Supermarket Art Fair in Stockholm, auf welcher wir auch in diesem Jahr Frankfurter Künstler einem internationalen Publikum vorstellen werden.

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